Peru Sehenswürdigkeiten: 25 faszinierende Orte im Land der Inka
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Peru Sehenswürdigkeiten: 25 faszinierende Orte im Land der Inka

Peru ist gerade für Individualreisende und Abenteuerlustige eines der besten Reiseziele der Welt, und doch kennen viele Menschen Peru nur wegen dem Weltwunder Machu Picchu. Die berühmte Inka-Stätte ist auf jeden Fall einer der Orte, den du  in Peru unbedingt besuchen solltest. Aber natürlich gibt es in einem vielfältigen Land wie Peru noch viel mehr Attraktionen als nur Machu Picchu.

Reiche Kultur, diverse Landschaften und eine erstaunliche Gastronomie – Peru ist ein Land, das alles hat, was sich Reisende wünschen. Im nördlichen Teil Perus, entlang der Küste, findest du einige der unberührtesten Strände zum Surfen, Schwimmen oder Entspannen. Wenn Strände nicht dein Ding sind, schnappe dir deine Wanderschuhe und begib dich auf eine der zahlreichen aufregenden Wanderungen in den Anden Perus, von denen einige sich selbst für die erfahrensten Wanderer als Herausforderung erweisen.

Wer Tiere und Natur liebt, der sollte den Amazonas-Regenwald mit seiner Artenvielfalt entdecken. Du siehst, es gibt so viele erstaunliche Dinge, die man in Peru tun kann. Aus diesem Grund habe ich dir diese ultimative Liste von 25 Peru Sehenswürdigkeiten zusammengestellt und hoffe, dass dir dies bei der Planung deiner nächsten Peru-Reise helfen wird.

1. Machu Picchu

Hoch oben auf einem Bergrücken, 300 Meter über dem Urubamba-Fluss, liegt die majestätische Inkastadt Machu Picchu, eine der dramatischsten Kulissen einer Ruinenstadt auf der ganzen Welt. Fast so beeindruckend wie die Ruinen selbst ist die spektakuläre Kulisse der steilen und oft von Wolken bedeckten Bergwelt.

Die Reise selbst ist auch Teil des Erlebnisses eines Besuchs in Machu Picchu, sei es durch eine Wanderung auf dem Inka-Trail oder die Anfahrt mit dem Zug. In beiden Fällen ist es unmöglich, sich nicht von der Landschaft inspirieren zu lassen. Die Züge fahren von Cusco, Ollantaytambo oder Urubamba nach Aguas Calientes.

Von Aguas Calientes, der Stadt unterhalb von Machu Picchu, bringt dich ein Bus nach Machu Picchu, eine etwa 20-minütige Fahrt über eine Serpentinenstraße. Natürlich kannst du auch morgens früh aufbrechen und den Weg zu Fuß zurücklegen. Wie auch immer du Machu Picchu erreichst – es ist auf jeden Fall die Mühe wert!

Mehr erfahren: Machu Picchu: Meine Tipps zum Besuch der berühmten Inkastadt

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Machu Picchu ist der Klassiker unter den Peru Sehenswürdigkeiten.

2. Inka-Trail

Der berühmte Inka-Trail ist eine viertägige Wanderung, die in Machu Picchu endet und von vielen als Höhepunkt ihrer Reise nach Peru angesehen wird. Diese landschaftlich reizvolle Strecke ist zwar anspruchsvoll, aber auch ein einmalig schönes Erlebnis.

Es gibt verschiedene Ausgangspunkte für den Inka-Trail, die traditionelle viertägige Wanderung beginnt bei Kilometer 82 der Bahnlinie Cusco – Aguas Calientes. Von diesem Punkt aus führt der Weg durch eine spektakuläre Landschaft an mehr als 30 Inka-Ruinen vorbei. Der schwierigste Teil des Weges ist der zweite Tag der Wanderung mit einem Anstieg von 1.200 Höhenmetern und der Überquerung von zwei hohen Pässen.

Die Wanderung muss mit einer Agentur durchgeführt werden, und Reservierungen sollten rechtzeitig im Voraus vorgenommen werden, insbesondere in der Hochsaison von Juni bis August. Einige Agenturen bieten eine kürzere Version der Wanderung an, die entweder die letzten zwei Tage oder nur den letzten Tag der Wanderung umfasst.

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3. Cusco

Ein Spaziergang durch die Straßen von Cusco ist wie der Bummel durch ein Museum. Die Hauptstadt der Inka ist sicher eines der beliebtesten Ziele einer Peru-Rundreise. Die alten Inka-Ruinen wurden von den Spaniern für die Fundamente vieler schöner Kolonialgebäude verwendet, die die engen Straßen säumen und die lange Geschichte der Stadt veranschaulichen.

Auf dem Hauptplatz, der Plaza de Armas, im Stadtzentrum befinden sich die Kathedrale und La Compania, zwei gleichermaßen beeindruckende Bauwerke. Der Platz ist auch ein großartiger Ort, um einen Spaziergang zu beginnen, eine Mahlzeit einzunehmen oder tagsüber Menschen zu beobachten.

Um die Stadt richtig kennenzulernen, solltest du folgende Orte besuchen:

  • Plaza de Armas: Der zentrale Platz von Cusco, umgeben von historischen Gebäuden, Kirchen und Kolonialbalkonen. Ein beliebter Treffpunkt mit vielen Restaurants, Cafés und Geschäften.
  • Kathedrale von Cusco (Catedral Basílica de la Virgen de la Asunción): Eine prunkvolle Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert mit beeindruckender barocker Architektur. Sie enthält eine wertvolle Sammlung religiöser Kunstwerke und Artefakte.
  • Koricancha (Sonnentempel): Ehemaliger Tempel der Inkas, der der Sonne gewidmet war. Heute ist er ein Teil des Klosters Santo Domingo, das von den Spaniern auf den Überresten des Tempels errichtet wurde.
  • Sacsayhuamán: Eine beeindruckende Inka-Festung oberhalb von Cusco, bekannt für ihre riesigen, perfekt ineinander passenden Steinblöcke. Sie bietet einen großartigen Blick auf die Stadt und ist Schauplatz des Inti Raymi Festivals. Das „Fest der Sonne“ in Quechua ist eines der wichtigsten Ereignisse in Cusco. Es wird jedes Jahr am 24. Juni, zur Wintersonnenwende, gefeiert und wurde 2001 zum nationalen Kulturerbe erklärt.
  • Qenqo: Ein rituelles Zentrum der Inkas mit geheimnisvollen Felsformationen und unterirdischen Gängen, das zu Zeremonien genutzt wurde.
  • Puka Pukara: Eine Festung, die einst als militärischer Kontrollpunkt und Rastplatz für die Inka diente. Sie bietet herrliche Aussichten auf die umliegende Landschaft.
  • San Blas Viertel: Ein charmantes Künstlerviertel mit engen Gassen, weißen Häusern und farbenfrohen Kunsthandwerksläden. Besuche unbedingt auch den gleichnamigen Markt.
  • Museo Inka: Ein Museum, das sich der Geschichte und Kultur der Inkas widmet. Es zeigt eine umfangreiche Sammlung von Inka-Artefakten, darunter Keramik, Textilien und Mumien.

➡ Mehr erfahren: 14 faszinierende Cusco Sehenswürdigkeiten

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Cusco Kirche
Die belebte Plaza de Armas in Cusco zieht viele Menschen an.

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4. Das heilige Tal der Inka (Valle Sagrado)

Weniger als eine Autostunde nördlich von Cusco liegt das wunderschöne Heilige Tal und die sehenswerten Städte Pisac, Urubamba und Ollantaytambo. In diesem fruchtbaren Tal gibt es viele Inka-Ruinen, die eine Erkundung wert sind, aber es ist auch eine beschauliche Gegend, in der man einige Zeit damit verbringen kann, über Märkte zu schlendern oder die lokale Kultur aufzusaugen.

Die wichtigsten Höhepunkte im Tal sind die Pisac-Ruinen, der Sonntagsmarkt in Pisac (kleinere Markttage finden dienstags und donnerstags statt) sowie die Ruinen und die Festung des schönen Städtchens Ollantaytambo.

Etwas abseits des Weges, aber die Reise wert, ist die Stadt Moray mit ihren kreisförmigen Terrassen, die von den Inkas als landwirtschaftliches Testgebiet genutzt wurde, und die Salzterrassen von Maras, die seit der Zeit der Inkas in Betrieb sind.

Mehr erfahren: Das heilige Tal der Inka

Heiliges Tal

5. Salzterrassen von Maras

Die Salinas de Maras liegen an den Hängen des Berges Qaqawiñay im Urumbamba-Tal. Dieses Salzbergwerk ist ein komplexes Netzwerk von fast 3000 Salzpfannen mit seichten Becken, die mit stark salzhaltigem Wasser aus einer unterirdischen Quelle gefüllt sind.

Man nimmt an, dass die Salzpfannen bereits in der Zeit vor den Inkas entstanden sind. Das Salz wird heute immer noch während der Trockenzeit von Mai bis November von lokalen Familien von Hand geerntet.

Maras Peru
Ein beliebtes Ziel jeder Peru Reise: Die Salzterassen von Maras bei Cusco!

6. Vinicunca (Regenbogenberg)

Vor einigen Jahren noch ein gut gehütetes Geheimnis unter Peru Reisenden, ist aufgrund von Instagram die Popularität des sogenannten Rainbow Mountain (auch Montaña de Siete Colores oder Montaña de Colores genannt) förmlich explodiert. Musste man früher noch eine mühsame Wandertour auf sich nehmen, fahren mittlerweile Heerscharen von Bussen von Cusco zum bunten Berg, der 100 Kilometer entfernt von der Stadt in den Bergen der Ausangate-Region liegt.

Seine berühmten, bei Sonnenschein leuchtenden Farbstreifen sind größtenteils auf Mineralablagerungen zurückzuführen. Eines der schönsten Fotomotive, die man sich vorstellen kann!

Vinicunca
Hat sich mittlerweile Platz 2 unter den beliebtesten Peru Sehenswürdigkeiten gesichert: Vinicunca, der Regenbogen-Berg.

7. Puerto Maldonado

Puerto Maldonado, nur eine halbe Flugstunde von Cusco entfernt, ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Touren in den Amazonas. Hier, im Dschungel von Peru, hast du die Chance, alle Arten einzigartiger Wildtiere zu sehen. Kaimane, Wasserschweine, Affen, Papageien, Schildkröten und Piranhas sind nur ein Bruchteil dessen, was dich in dieser beeindruckenden Region des Landes erwartet. Die Palette an Touren reicht von Tagesausflügen bis hin zu mehrtägigen Abenteuern.

Das Reserva Nacional Tambopata und der Parque Nacional Bahuaja Sonene sind die beiden Hauptattraktionen der artenreichen Region. Das Reserva Nacional Tambopata liegt etwa eine Stunde Bootsfahrt von Puerto Maldonado entfernt. Hier findest du eine der größten Lehmlecken der Welt, wo Hunderte von Aras und anderen Papageien sich versammeln, um Mineralien aus dem Lehm aufzunehmen. Besonders beliebt sind Kanutouren auf dem malerischen Sandoval-See, der für seine reiche Tierwelt bekannt ist, darunter Riesenotter, Kaimane, Affen und eine Vielzahl von Vogelarten.

Der Parque Nacional Bahuaja Sonene liegt auf der anderen Seite des Flusses gegenüber dem Parque Nacional Madidi in Bolivien und ist in etwa vier Stunden mit dem Boot zu erreichen.

Tambopata
Papageien im Reserva Nacional Tambopata

8. Titicaca-See, Puno

Das funkelnde blaue Wasser des Titicacasees ist von sanften Hügeln und traditionellen kleinen Dörfern umgeben. Das Seengebiet ist eine Mischung aus schöner Landschaft und Kultur, die es von anderen Regionen des Landes abhebt. Mit einer Höhe von 3.820 Metern über dem Meeresspiegel ist der Titicacasee bekannt dafür, der höchstgelegene schiffbare See der Welt zu sein.

Eine Bootsfahrt zu den vorgelagerten Inseln und den umliegenden Dörfern ist die beste Möglichkeit, den See zu erkunden. Eine der Haupttouristenattraktionen sind die schwimmenden Inseln der Uros (Islas Flotantes), auf denen kleine Gemeinschaften der Uros-Kultur leben. Dabei handelt es sich um von Menschenhand geschaffene Inseln aus Totora-Schilf, die seit der Zeit der Inkas eine traditionelle Lebensweise aufrechterhalten haben.

Vieles ist mittlerweile stark auf den Tourismus ausgerichtet, aber es bietet zumindest einen kleinen Einblick in die traditionelle Lebensweise. Die schwimmenden Inseln sind nur ein sehr kleiner Teil der Attraktivität des Titicacasees, wobei der ursprüngliche Reiz in den kleinen, wenig besuchten Dörfern in den Hügeln entlang der Ufer und auf den Hauptinseln Isla Taquile und Isla Amantani liegt.

Das Haupttor zum Titicacasee ist die Stadt Puno, wo du zahlreiche Hotels, Restaurants und Reisebüros findest. Es gibt Züge und Busse nach Puno und einen Flughafen in der nahe gelegenen Stadt Juliaca.

Mehr erfahren: Titicaca-See und die schwimmenden Inseln der Uros

Unterkunft-Tipp für Puno: Mirador del Titikaka*
Titicaca Uros
Zu den beliebtesten Peru Sehenswürdigkeiten zählen die schwimmden Inseln der Uros

9. Sillustani

In Sillustani, außerhalb der Stadt Puno und nicht weit vom Titicacasee entfernt, befinden sich einige der beeindruckendsten Grabtürme (chullpas) der Gegend. Diese bis zu 12 Meter hohen Bauwerke wurden von der Colla-Kultur um 600 n. Chr. errichtet, um ihre Adeligen zu begraben. Ganze Familien wurden zusammen mit Lebensmitteln und persönlichen Gegenständen in diesen Zylindern begraben.

Die meisten Türme befinden sich in einer landschaftlich reizvollen Gegend entlang des Ufers des Umayo-Sees. Laufe einfach vom Parkplatz auf einen Hügel hinauf zum darüber liegenden Plateau. Die Türme stehen am äußersten Ende des Feldes mit dem See dahinter. Unterhalb des Parkplatzes befindet sich ein kleiner sumpfiger See, an dem Einheimische mit ihren Booten entlangfahren und Schilf ernten.

Sillustani
Die Grabtürme in Sillustani

10. Colca-Canyon

Der Colca-Canyon (Cañon del Colca) ist doppelt so tief wie der Grand Canyon und nach dem Kali Gandaki in Nepal der zweittiefste Canyon der Welt. Er erreicht eine Tiefe von 3.400 Metern und ist das Ergebnis einer seismischen Verwerfung zwischen zwei Vulkanen.

Das Gebiet des Colca-Canyons ist seit Tausenden von Jahren bewohnt und war die Heimat der Collagua, Cabana und schließlich der Inka-Völker. Die Steinterrassen entlang der Canyonwände stammen aus dem Jahr 800 n. Chr. und sind noch heute in Benutzung, um verschiedene Gemüse wie Kartoffeln, Mais oder Quinoa anzubauen.

Die Schlucht ist etwa vier Autostunden von Arequipa entfernt. Von dort sind Tagesausflüge in die Schlucht möglich, aber ich empfehle eine 3-tägige Wanderung, um diese herrliche Landschaft in vollen Zügen genießen zu können. Ein guter Anbieter dafür ist Bamba Travel.

Neben dem Blick auf den Canyon gibt es auch heiße Quellen, Kirchen, Dörfer und Inka-Ruinen zu entdecken. Am berühmten Mirador del Condor sind zahlreiche Kondore die große Attraktion, die von hier aus im Morgengrauen ihren Beutezug starten und in weiten Bahnen über dem Canyon kreisen.

Mehr erfahren: Der Colca-Canyon im Süden von Peru

Peru Sehenswürdigkeiten: 30 faszinierende Orte im Land der Inka 3
Der Colca-Canyon ist der zweittiefste Canyon der Welt

11. Nasca-Linien

Die geheimnisvollen Linien von Nasca sind ein ungewöhnlicher Anblick, der dich in Staunen versetzen wird. Diese riesigen Bilder auf dem Wüstenboden waren relativ unentdeckt, bis Flugzeuge, die in den 1920er Jahren über das Gebiet flogen, die Linien aus der Luft sahen und erkannten, dass sie deutliche Muster und Bilder bildeten.

Aus der Luft kann man 70 verschiedene Pflanzen- und Tierzeichnungen sowie hunderte von Linien und anderen geometrischen Formen sehen. Einige dieser Linien sind bis zu 10 Kilometer lang, und sie erstrecken sich über Hunderte von Quadratkilometern.

Zu den bemerkenswertesten Figuren gehören eine 180 Meter lange Eidechse, ein Kondor mit einer Flügelspannweite von 130 Metern und mehrere andere, darunter ein Affe, ein Kolibri und eine Spinne.

Nazca Linien
Die mysteriösen Nasca-Linien

12. Arequipa

Arequipa wird oft als die schönste Stadt Perus genannt. Vor dem Hintergrund drei schneebedeckter Vulkane (dem kegelförmigen Misti mit einer Höhe von 5.822 Metern, dem Chachani mit 6.057 Metern und um den etwas weiter entfernten Picchu Picchu) ist das Stadtzentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Arequipas sehenswerte Architektur besteht zum Großteil aus Sillar, einem Vulkangestein, das der Stadt den Beinamen „die weiße Stadt“ eingebracht hat.

Schlendere durch die Gassen und genieße die schöne Architektur und die vielen kolonialen Schätze. Ebenfalls einen Besuch wert ist das 1579 erbaute Kloster Santa Catalina, was wie ein eigenes, abgeschirmtes Viertel in der Stadt liegt.

Arequipa ist auch oft ein Zwischenstopp für diejenigen, die den Colca-Canyon besuchen möchten, der etwa vier Autostunden von der Stadt entfernt liegt.

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Arequipa Kirchturm Vulkan
Arequipa zählt zu den schönsten Städten Perus.

13. Lima

Das historische Zentrum von Lima zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt wurde in den 1500er Jahren gegründet, und obwohl viele der ursprünglichen Strukturen zerstört wurden, besitzt sie immer noch einen bedeutenden historischen Wert und ist ein schöner Ort, um in die Kultur der peruanischen Hauptstadt einzutauchen.

Das Herz von Lima ist der Hauptplatz, Plaza de Armas (Plaza Mayor), inmitten des historischen Viertels. Ein Großteil der Strukturen wurde nach einem verheerenden Erdbeben von 1746 wieder aufgebaut. Die Höhepunkte rund um die Plaza de Armas sind die Kathedrale auf der Ostseite und der Regierungspalast (Palacio del Gobierno) auf der Nordseite. Ebenfalls interessant sind der Erzbischöfliche Palast und die Casa del Oidor. Diese Sehenswürdigkeiten solltest du hier nicht verpassen:

  • Plaza Mayor (Plaza de Armas): Der zentrale Platz in Lima, umgeben von bedeutenden historischen Gebäuden. Hier befinden sich der Regierungspalast, die Kathedrale von Lima und das Rathaus.
  • Kathedrale von Lima: Eine beeindruckende Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert im barocken Baustil. Sie enthält die Überreste von Francisco Pizarro, dem Eroberer Perus.
  • Regierungspalast (Palacio de Gobierno): Der offizielle Wohnsitz des Präsidenten von Peru, bekannt für die tägliche Wachablösung um 12 Uhr mittags mit einer Parade.
  • Kloster und Kirche San Francisco: Berühmt für ihre Katakomben und die beeindruckende barocke Architektur. Das Kloster beherbergt eine bedeutende Bibliothek mit historischen Manuskripten.
  • Torre Tagle Palast: Ein prächtiges Herrenhaus aus der Kolonialzeit, das heute das Außenministerium beherbergt. Sieh dir den beeindruckenden Balkon im maurischen Stil an.
  • Casa de Aliaga: Eines der ältesten Häuser in Lima, das seit dem 16. Jahrhundert kontinuierlich von derselben Familie bewohnt wird.
  • Plaza San Martín: Ein großer Platz, der zu Ehren von General José de San Martín, einem der Befreier Perus, benannt wurde.
  • Museo de Arte de Lima (MALI): Ein bedeutendes Kunstmuseum, das eine umfangreiche Sammlung peruanischer Kunst von präkolumbianischen Zeiten bis zur Gegenwart zeigt.

Mehr erfahren: Lima: Meine Tipps

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Lima Zentrum
Peru Sehenswürdigkeiten: Das historische Zentrum von Lima

14. Barranco

Der malerische Hangbezirk Barranco, südlich vom Zentrum Limas und Miraflores, ist eine reizvolle Gegend, die vom Stadtzentrum Limas aus leicht zu erreichen ist. Mit der farbenfrohen Kolonialarchitektur, die die engen Straßen säumt, und dem traumhaften Blick auf den Pazifik bietet dieses Viertel ein viel entspannteres Tempo als die Innenstadt.

Die Gegend ist seit langem bei Künstlern und Dichtern beliebt und verleiht ihr somit ein besonderes Flair. Barranco ist ein ausgezeichneter Ort, um am Nachmittag durch die Gassen zu schlendern oder die leckere peruanische Küche zu genießen (Mein Tipp: Das Canta Rana ist eine lebhafte und informelle Taverne, die für ihre exzellenten Meeresfrüchte und Ceviche bekannt) nsbesondere bei Sonnenuntergang in einem der Restaurants mit Blick auf den Ozean. Neben der Atmosphäre ist die Puente de Los Suspiros (Seufzerbrücke) die wichtigste Touristenattraktion in Barranco.

Barranco
Barranco: Beliebt bei Künstlern, Dichtern und Touristen

15. Ica und die Sanddünen von Huacachina

Huacachina ist ein beliebter Halt für Reisende im Süden Perus. Dieser malerische, palmengesäumte Ferienort westlich von Ica liegt um eine Lagune herum, die von riesigen Sanddünen umgeben ist, von denen einige bis zu 1.000 Meter hoch sind.

Hier solltest du auf jeden Fall Sandboarden ausprobieren. Ähnlich wie beim Snowboarding wird beim Sandboarding auf speziell angefertigten Sandbrettern, die in der Gegend gemietet werden können, die Sanddünen hinuntergesurft. Eine andere Möglichkeit, die Dünen zu bezwingen ist mit einem der zahlreichen Dünenbuggys. Verpasse auf keinen Fall den spektakulären Sonnenauf- oder untergang von einer der Dünen.

Ica liegt etwas höher als der Ozean und ist daher nicht wie andere Städte entlang dieser Strecke vom üblichen Küstennebel betroffen. Die Stadt hat das ganze Jahr über ein sonniges und trockenes Klima, was sie zu jeder Zeit zu einem guten Ort für einen Besuch macht.

Huacachina
Peru Sehenswürdigkeiten: Die Oase von Huacachina mit den riesigen Dünen

16. Paracas & Isla Ballestas

Der Hauptgrund, nach Pisco, etwa 200 Kilometer südlich von Lima, zu kommen, ist der Besuch der nahe gelegenen Islas Ballestas und des Reserva Nacional de Paracas auf der Halbinsel Paracas. Fast direkt westlich von Pisco liegen die Islas Ballestas, die scherzhaft als „Galapagos für Arme“ bezeichnet werden. Sie sind die Heimat von Hunderttausenden von Vögeln, großen Kolonien von Seelöwen, Pelikanen, Pinguinen und Delfinen.

Bootstouren von Paracas und Pisco, die die Inseln täglich besuchen, starten am Morgen. Die vollständige Tour führt dich am „Candelabra“ vorbei, einem Geoglyphenbild am Hang, und verbringt dann einen beträchtlichen Teil der Zeit damit, mit dem Boot um die Inseln herumzufahren und nach Wildtieren Ausschau zu halten. Diese Tour ist in der Regel ein Halbtagesausflug, der gegen Mittag endet.

Die Halbinsel Paracas, die südlich von Pisco in den Pazifischen Ozean ragt, beherbergt das Reserva Nacional Paracas und den größten Abschnitt geschützter Küstenlinie Perus. Die Paracas-Halbinsel beherbergt eine große Vielfalt an Wildtieren, darunter etwa 200 Arten von Seevögeln, zwei Arten von Seelöwen, eine seltene Art von Fischotter und Kolonien von Humboldtpinguinen.

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Paracas
Peru Sehenswürdigkeiten: Die Küste von Paracas
Ballestas
Seelöwen auf den Islas Ballestas

17. Cordillera Blanca

Die Cordillera Blanca, eine atemberaubende Gegend mit Bergen und Tälern, zieht Bergsteiger, Wanderer und Outdoor-Enthusiasten aus der ganzen Welt an. Die Gegend um die kleine Stadt Huaraz ist die Heimat von Perus höchstem Gipfel, dem Huascaran. Im gleichen Gebiet der Anden befinden sich auch sechzehn weitere Berge von über 6.000 Metern Höhe.

Wer die besondere Herausforderung und ein echtes Abenteuer sucht, für den ist die 4-5 tägige Wanderung auf dem Santa-Cruz-Trek ideal. Die Wanderung ist insgesamt 48 Kilometer lang und steigt am Portachuelo-Pass bis auf eine Höhe von 4.765 m an. Ebenfalls wunderschön ist die Laguna 69, eine türkisfarbene Berglagune, die ein tolles Fotomotiv abgibt.

Huaraz Cordillera Blanca
Die beeindruckende Laguna 69 in der Cordillera Blanca

18. Choquequirao

Abgelegen und spektakulär gelegen, ist Choquequirao die Schwesterstadt von Machu Picchu. Die Stätte ist in einem völlig anderen Stil als Machu Picchu gebaut wurde und flächenmäßig größer, hat aber wesentlich weniger Besucher als die berühmte Ruine nebenan. Kein Wunder, denn hier fahren keine Busse und kann den Ort nur auf einer Wanderung erreichen.

Die Wanderung nach Choquequirao kann in drei bis vier Tagen absolviert werden und ist eine immer beliebtere Alternative zum Inka-Trail. Diese Wanderung ist anstrengend und man sollte ein gewissen Fitnesslevel mitbringen, aber sie ist in Peru fast unübertroffen.

Mit einem atemberaubenden Blick auf die Anden und der Möglichkeit, die einheimische Pflanzen- und Tierwelt zu beobachten, darunter auch den heiligen Andenkondor, ist Choquequirao ein Muss für jeden, der in die Kultur Perus eintauchen will.

Choquequirao
Peru Sehenswürdigkeiten: Fast genauso schön wie Machu Picchu, aber nicht so bekannt – Choquequirao.

19. Chan Chan

Die größte präkolumbische Stadt Amerikas in der Nähe der Stadt Trujillo im Norden Perus fühlt sich an wie die Wüstenphantasie eines Grafikdesigners. Geometrische Muster mit hauptsächlich Tier- oder Naturmotiven schmücken symmetrische Straßen, Mauern und Plätze, auf denen einst 60.000 Menschen der Chimú-Kultur lebten. Was von der unerbittlichen Plünderung durch die spanischen Konquistadoren übrig geblieben ist, ist im sehenswerten Museum vor Ort ausgestellt.

Chanchan
Peru Sehenswürdigkeiten: Wer sich für Geschichte und Kultur interessiert, sollte Chan Chan im Norden Perus besuchen.

20. Huanchaco

Huanchaco, ein Stadtteil von Trujillo, gilt als der 5000 Jahre alte Geburtsort des Surfens und ist aufgrund seiner unkomplizierten Atmosphäre ein bequemer Ausgangspunkt, um die Gegend zu erkunden oder surfen zu lernen. Gönne dir eine köstliche Ceviche oder eine Crushed-Eis-Cremolada mit Früchten, während du den ambitionierten Surfern zusiehst, wie sie sich im Rhythmus der Wellen bewegen.

Huanchaco
Huanchaco ist ein guter Spot zum Surfen in Peru

21. Cajamarca

Eingebettet zwischen kiefernwaldigen Hügeln ist die alte Stadt Cajamarca vor allem für die hervorragenden Käsesorten, Pilze und Dulce de leche bekannt, aber es ist auch der Ort, an dem der Inka-Herrscher Atahualpa vom Eroberer Francisco Pizarro hingerichtet wurde.

Besuche die unheimlichen, in die Felsen gehauenen Begräbnisanlagen in den Ventanillas de Otuzco und Combayo und entspanne dich in den beliebten heißen Quellen von Baños del Inca, wo du eine halbe Stunde lang einen privaten Pool mieten kannst.

Cajamarca
Peru Sehenswürdigkeiten: Cajamarca hat ein schönes koloniales Stadtbild
Ventanillas
Die Ventanillas de Otuzco sind in Stein gehauene Gräber.

22. Kuelap

Das Machu Picchu des Nordens hat in den letzten zwei Jahren einen regelrechten Besucheransturm erlebt. War es früher mühsam, die Wolkenstadt der Chachapoyas Kultur zu erreichen, führt (leider) mittlerweile eine Seilbahn hinauf.

Trotzdem lohnt sich der Besuch der riesigen steinernen Festung, die auf einer Klippe im Nebelwald thront. Sie beherbergt mehr als 450 Bauwerke, die bereits vor der Inka-Zeit errichtet wurden. Du kannst Kuelap in knapp vier Stunden zu Fuß erwandern oder mit der Seilbahn in 20 Minuten den Berg auf leichte Weise bezwingen. Die Fahrt mit der Seilbahn kostet S/. 20 Soles (5 €) plus weitere S/. 20 Eintritt für die Festung.

Kuelap2
Peru Sehenswürdigkeiten: Die Festung Kuelap liegt hoch in den Bergen
Kuelap

23. Gocta-Wasserfall

Wenn du Naturschauspiele magst, wirst du Gocta, mit 771 Metern Fallhöhe einer der höchsten Wasserfälle der Erde, lieben. Versteckt im Nebelwald von Chachapoyas ist dieser weniger bekannte Wasserfall ein außergewöhnliches Erlebnis.

Er wurde erst 2002 durch einen deutschen Forscher bekannt und ist eines der Highlights im nördlichen Peru. Genieße die leichte Wanderung durch den Nebelwald, um Gocta zu erreichen, und halte inne, um den Nebel des Wasserfalls auf deinem Gesicht zu spüren und den Geräuschen des Waldes zu lauschen. Ein magischer Ort!

Gocta
Einer der höchsten Wasserfälle der Erde: Der Gocta-Fall im Norden Perus.

24. Máncora

Willkommen in Perus Partyhochburg Máncora, einem belebten Küstenort nahe der Grenze zu Ecuador. Hier findet man das ganze Jahr exzellente Bedingungen zum Surfen, aber auch partyhungrige Backpacker aus aller Herren Länder.

Die Mangroven von Tumbes sind nur einen kurzen Ausflug entfernt und eine Erkundung mit einem qualifizierten Führer wert. Wenn du es etwas ruhiger magst und Entspannung bevorzugst, statte den Küstenorten Los Organos, El Ñuro oder El Colan einen Besuch ab.

Mancora
Morgens noch ruhig und menschenleer – die Strände von Máncora

25. Iquitos

Iquitos im Amazonas-Gebiet ist die größte Stadt der Welt , die man nicht auf dem Landweg erreichen kann, sondern nur mit dem Boot oder dem Flugzeug. Wer das besondere Abenteuer sucht, der reist mit dem Frachtschiff nach Iquitos. Als Tor zum Amazonas-Regenwald gibt es in Iquitos eine Fülle aufregender Aktivitäten, die abenteuerlustige Reisende auf Trab halten, wie z.B. Bootsfahrten auf dem Amazonas und großartige Tierbeobachtungen im Regenwald.

Über dem Wasser am Stadtrand von Iquitos liegt eine der bemerkenswertesten Siedlungen Südamerikas: die faszinierende schwimmende Stadt Belén. Eine Gemeinde, die sich auf Kanus statt auf Autos verlässt, ein Ort, an dem die Bewohner ein einzigartiges Leben am Flussufer führen, das zu dem Spitznamen „Das Venedig Perus“ geführt hat. Ein Besuch des Marktes solltest du auf keinen Fall verpassen. Aber Vorsicht – der Markt ist nichts für schwache Nerven, denn hier werden auch Schlangen, Affen, Krokodile und alles andere Getier aus dem Dschungel angeboten.

Iquitos
Iquitos ist eine der abgelegensten Großstädte und nur per Boot und Flugzeug erreichbar.
Belen
Belén – der schwimmende Stadtteil von Iquitos.

Welche Orte und Sehenswürdigkeiten in Peru haben dich besonders fasziniert? Schreibe es gerne in die Kommentare!

Daniel Tischer
Daniel Tischer

Seit über 15 Jahren bereise ich Lateinamerika und schreibe über meine Erfahrungen. Chile, Argentinien und Peru sind meine Spezialgebiete. Auf Southtraveler teile ich meine besten Tipps für deine Reise nach Südamerika.

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