Die Top 21 Patagonien Sehenswürdigkeiten
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Die Top 21 Patagonien Sehenswürdigkeiten

Woran denkst du, wenn du an Patagonien denkst? Sicher zuerst an die unbezwingbar scheinenden Granittürme des Cerro Torre im Torres del Paine Nationalpark, die wie spitze Nadeln aus der kargen Erde ragen. Oder an den gigantischen Perito Moreno Gletscher in Argentinien, der kilometerweit seine dicken Eismassen in den Lago Argentino schiebt.

Doch Patagonien ist ein riesiges Gebiet, auf dem es noch viel mehr zu entdecken gibt. Einsamkeit und Stille in dieser Weite zu genießen, ist etwas ganz besonderes, hat etwas meditatives. Nur du kleiner Mensch und diese wilde Landschaft, die einen umgibt. Auf meiner Reise durch Patagonien fühlte ich mich frei, entschleunigt und dankbar, diesen wundervollen Flecken Erde erkunden zu dürfen.

Abseits dieser bei Touristen beliebten Orte finden sich noch mehr Plätze, die darauf warten, von Dir entdeckt zu werden. Hier kommen meine Top 21 Patagonien Sehenswürdigkeiten – zieh dich warm an!

1. Torres del Paine Nationalpark

Der Torres del Paine Nationalpark ist der berühmteste Nationalpark in Patagonien und der Traum vieler Reisender. Er liegt in Chile in der Nähe der Stadt Puerto Natales und beherbergt wunderschöne Wanderwege und atemberaubende Aussichtspunkte.

Innerhalb des Nationalparks gibt es viele verschiedene Tageswanderungen, darunter den berühmtesten Aussichtspunkt Base Las Torres, aber auch zwei sehr bekannte Mehrtageswanderungen. Die längere der beiden ist der „O-Circuit“. Diese 7- bis 9-tägige Wanderung umrundet den Park und besucht alle Highlights.

Die zweite (und beliebteste) ist der 4 bis 5-tägige „W-Trek“. Dieser Wanderweg ist für Normalsterbliche viel leichter zugänglich und führt zu allen Höhepunkten im vorderen Teil des Parks. Bei beiden Treks wird im Torres del Paine Nationalpark gezeltet.

Wenn du keine Lust hast, auf eigene Faust zu wandern und/oder den Park zu erkunden, kannst du auch aus vielen verschiedenen Wanderungen oder Rundfahrten im Torres del Paine wählen.

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2. Perito-Moreno Gletscher

Der Perito Moreno Gletscher ist der berühmteste der 48 Gletscher, die Teil des Patagonischen Eisfeldes sind – dem drittgrößten Eisfeld der Welt! Dieser Gletscher ist auch einer der einzigartigsten, denn er ist einer der wenigen Gletscher auf der Welt, die noch anwachsen.

Er liegt im Nationalpark Los Glaciares in Argentinien in der Nähe der Stadt El Calafate. Der Besuch dieses Gletschers ist ein ganz besonderes Erlebnis und fast alle Besucher werden Zeuge, wie riesige Eisbrocken in den See unter ihnen stürzen. Allein dieses Erlebnis ist schon einen Besuch des Gletschers wert!

Du kannst den Perito Moreno Gletscher auf eigene Faust oder im Rahmen einer Tour besuchen. Zu den besten Perito-Moreno-Touren gehören Gletschertrekking-Touren, Bootsfahrten und Kajaktouren.

Meiner Meinung nach ist das Klettern an der Seite eines Gletschers eines der einzigartigsten Erlebnisse, die du im Glaciares Nationalpark machen kannst. Du kannst ein Mini-Trekking buchen, bei dem du 1,5 Stunden auf dem Gletscher verbringst, oder eine ganztägige Tour, bei der du 4 Stunden Zeit für das Trekking hast. Leider sind die Preise für diese Erlebnisse in den letzten zwei Jahren drastisch gestiegen und allein der Eintritt kostet mittlerweile 45.000 Argentinische Pesos, umgerechnet ca. 42 Euro.

Perito Moreno

3. Laguna de los Tres

Die Laguna de los Tres Wanderung ist eine beliebte Wanderroute im Nationalpark Los Glaciares bei El Chaltén in Argentinien. Der Weg ist nach der türkisfarbenen Laguna de los Tres benannt, die am Fuße der drei beeindruckenden Berge Fitz Roy, Poincenot und Saint-Exupery liegt.

Der Weg ist etwa 12 Kilometer lang und dauert für Hin- und Rückweg etwa 7-9 Stunden, abhängig von deinem Tempo und den Wetterbedingungen. Der Weg beginnt nahe der Stadt und schlängelt sich durch Wälder, über Flüsse und Bäche und über steile Serpentinen, bevor er den See erreicht.

Die Wanderung wird aufgrund des steilen Anstiegs am Ende als schwierig eingestuft, aber die Quälerei lohnt sich, denn du wirst mit unglaublichen Ausblicken auf die umliegenden Berge und Gletscher belohnt. Auf dem Weg kannst du auch andere beeindruckende Orte wie den Piedras Blancas Gletscher, den Rio Blanco Wasserfall und die Laguna Capri sehen.

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4. Laguna Torre

Ebenfalls in El Chaltén startet der Trail zur Laguna Torre, einem Gletschersee am Fuße des Cerro Torre, einem der bekanntesten Gipfel des Parks und einer der am zu schwierigsten besteigenden Gipfel der Erde.

Der Weg ist ca. 10 km lang und dauert zwischen 4 und 6 Stunden. Der Weg beginnt an der gleichen Stelle wie der Laguna de los Tres Trail, zweigt aber auf halber Strecke ab.

Die Wanderung ist leichter als die Laguna de los Tres Wanderung, und bietet tolle Ausblicke auf den Rio Fitz Roy, den Madre e Hija-Wasserfall und den Piedras Blancas-Gletscher, die entlang des Weges liegen. Das letzte Stück des Weges zur Laguna Torre ist steil und felsig, aber die Aussicht am Ziel ist einzigartig!

Mein Tipp: Du kannst auch zum Aussichtspunkt (Mirador) Maestri weiterwandern, von dem aus man einen noch besseren Blick auf den Gletscher und die umliegenden Berge hat.

Laguna Torre

5. Bahia Inutil (Königspinguin-Kolonie)

Ganz im Süden Chiles hat sich eine Kolonie von Königspinguinen in der Nähe der Stadt Punta Arenas niedergelassen. Für alle, die es sich nicht leisten können, auf die Falklandinseln oder die anderen subantarktischen Inseln zu reisen, ist dies eine einmalige Chance, diese wunderschönen Vögel auf ihrer Reise durch Südamerika zu sehen.

Es gibt nicht viele Wege, um nach Bahia Inutil zu gelangen. Diese Bucht ist ziemlich abgelegen und kann nur über eine unbefestigte Straße erreicht werden, die in Porvenir beginnt, einer kleinen Stadt an der Magellanstraße. Ich empfehle dir eine organisierte Tour, die in Punta Arenas startet.

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Ein Höhepunkt unter den Patagonien Sehenswürdigkeiten: Die Königspinguin-Kolonie bei Bahia Intuil.

6. Cueva del Milodón

Dieser Höhlenkomplex, bestehend aus 3 Höhlen,  25 km nördlich von Puerto Natales ist ein imposantes natürliches Denkmal, in der 1895 die Überreste eines prähistorischen  Riesenfaultiers gefunden wurden. Der sogenannte Milodón hatte eine Schulterhöhe von ca. 1,30 m und war etwa 3 m lang. Das Faultier im Grizzlybär Mantel sieht gefährlich aus, war aber ein harmloser Grasfresser. Ihn findest du an verschiedenen Orten Patagoniens als Statue oder als Konterfei auf Touristennippes in den Souvenirläden.

Steige auf jeden Fall auf den Mirador Paleolago und genieße die tolle Aussicht – hier kannst du kilometerweit Berge, Seen, Fjorde und Gletscher sehen. Und mit etwas Glück auch einen Kondor. Zur Höhle gibt es mehrere Touren von Puerto Natales aus, z.b. mit Turismo Condor (25.000 CLP = 35 €)

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7. Isla Magdalena

Du stehst auf Pinguine? Wer nicht. Die sind aber auch putzig. Auf der Isla Magdalena leben nicht nur 2,3…nein, gleich 60.000 Brutpaare der lustigen Frackträger (Magellanpinguine) haben die Insel als ihr Domizil auserkoren (Dementsprechend riecht es hier auch ein wenig streng). Die Insel (braun & kahl) selbst ist in etwa so interessant wie ein Rewe Parkplatz, aber die unzähligen Pinguine machen die Tristesse wieder wett. Überall watscheln sie in ihrer lustigen Gangart umher. Verkehrsführung Fehlanzeige. Ein Wunder, das sie bei dieser Überbevölkerung ihr eigenes Nest wiederfinden.

So nah wie hier kommst du wahrscheinlich nirgends an sie ran. Aber Vorsicht, mit Pinguinen ist nicht zu spaßen, wenn es um die Verteidigung ihres Baus oder des darin befindlichen Ei geht. Dann wird schnell und gern zugehackt. Auf jeden Fall ist es ein einmaliges Erlebnis, das du so schnell nicht vergessen wirst.

Die Halbtages Tour bringt dich mit einem Schiff auf die Insel, wo man sich einer Stunde den Tieren widmen und einen Guiness Rekord für die meisten Pinguin Bilder in 60 Minuten aufstellen kann. Abfahrt vom Hafen in Punta Arenas Dienstags, Donnerstags und Sonntags (Dezember bis Februar).

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8. Reserva Nacional Magallanes

7 Kilometer von Punta Arenas entfernt befindet sich dieser Nationalpark, der zum Schutz der patagonischen Flora & Fauna dieser Gegend eingerichtet wurde. Im Park selbst gibt es sogar mehrere Pumas, die aber generell den Menschen aus dem Weg gehen. Wandern im Park ist mystisch –  als würde man durch einen verwunschenen Märchenwald der Gebrüder Grimm gehen.

Am Wegesrand  finden sich Farne, Moosbedeckte knorrige Baumskelette und herabhängende Flechten. Kein Wunder, es handelt sich hier schließlich um den südlichsten Regenwald der Welt.

Zum Reservat kommst du leicht auf eigene Faust mit dem Taxi von Punta Arenas (ca. 6 €) Der Eintritt zum Park ist frei und die freundlichen Ranger stehen Dir für Fragen zur Verfügung.

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9. Ventisquero Colgante – Queulat Nationalpark

Es gibt Tausende von Gletschern in Patagonien, doch dieser hängende Gletscher im Parque Nacional de Queulat ist ein absolutes Highlight unter den Eisriesen.

Der Nationalpark selbst lässt das Herz eines jeden Naturliebhabers höher schlagen. Wild wuchernder, immergrüner Nebelwald, Gletscher und Fjorde, Seen und Wildwasserflüsse ziehen sich durch die  unterschiedlichen Höhenlagen. Vom Meer, dem Canal Puyuhuapi und dem Seno Ventisquero (einem Seitenarm des Pazifiks) geht es bis auf über 2200 m hinauf.

Der Wald besteht hauptsächlich aus Laubbäumen. Verschiedene Südbuchen und Tepa, dessen Blätter an Lorbeer erinnern. Außerdem findet man Canelo (den heiligen Baum der Mapuche Indianer), den rotblühenden Ciruelillo, sehr beliebt bei Kolibris, den hartholzigen Luma, aus dem die Polizei früher ihre Schlagstöcke fabrizierte, den Arrayán mit seiner rostroten Rinde und viele andere einheimische Arten. Vor allem die Nalca Pflanze ist beeindruckend. Sie ähneln unserem Rhabarber, ihre Blätter werden jedoch so groß wie Regenschirme.

Der Hauptgrund für einen Besuch des Parks ist der hängende Gletscher „Ventisquero Colgante“.  Er hängt wie schwerelos auf einer Höhe von 200 Metern über einem Bach aus Schmelzwasser. Zwei tosende Wasserfälle schmücken das Szenario zu einem wahren Landschaftstraum.

Der Park befindet sich ca. 20 km südlich von Puyuhuapi. Man biegt links von der Careterra Austral ab und erreicht nach 2 km die CONAF (chilenische Parkbehörde) Station. Dort entrichtet man die Eintritts- und Campinggebühren (Eintritt 5000 CLP = 7 €, Camping 6000 CLP = 8,40 €)  und bekommt  diverse Infos zum Park. Es gibt es mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege.

Wer kein Auto besitzt: Touren werden auch von Coyhaique aus angeboten, unter anderem von Viajero Austral.

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10. Paso Viento / Huemul Circuit

Schwupps, einmal über die Grenze nach Argentinien. Jetzt wird es schon etwas anspruchsvoller, denn der „windige Pass“ (Paso Viento) zum spektakulärsten Blick über das südpatagonische Eisfeld hat es in sich. 2-3 Tage (je nach körperlicher Verfassung) auf dem sogenannten Huemul Circuit mit je 6-8 Stunden wandern warten auf dich.

Die Anstrengung lohnt sich aber – hier siehst du den 575 km² großen Viedma Gletscher in seiner ganzen weißen Pracht. Es ist zudem die Geburtsstätte des Upsala Gletschers und als wäre das nicht genug, gibt es das imposante Mariano Moreno Bergmassiv als Beigabe im Hintergrund. Patagonienherz, was willst du mehr!

Der Trail beginnt am Besucherzentrum des Los Glaciares Nationalparks kurz vor der Stadt El Chálten. Hier erhältst du auch Informationen und Wegbeschreibungen. Sei gut vorbereitet und in guter konditioneller Verfassung, wenn du diesen anspruchsvollen Trek machen willst. Hier ist gute Ausrüstung besonders wichtig!

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11. Cerro Castillo

Der Cerro Castillo im gleichnamigen Nationalpark bietet eines der beeindruckendsten Panoramen der Region Aysén im Norden von Patagonien. Dieser majestätische Berg, dessen Konturen an die zackigen Mauern einer uralten Festung erinnern, verkörpert die wilde und ungebändigte Schönheit der Region und ist ein Eldorado für Wanderer, Naturliebhaber und Fotografen.

Der Cerro Castillo besticht nicht nur durch seine natürliche Schönheit, sondern auch durch seine vergleichsweise ruhigen Wanderwege, die weniger überlaufen sind als andere bekannte Ziele in Patagonien.

Der Zugang zum Cerro Castillo erfolgt typischerweise von der Carretera Austral aus, der legendären Route, die sich durch den südlichen Teil Chiles schlängelt. Die nächstgelegene größere Stadt ist Coyhaique, die als Ausgangspunkt für viele Abenteuer in der Region dient.

Von Coyhaique aus kann man entweder mit dem Mietwagen oder mit lokalen Bussen (am Terminal Coyhaique fragen) nach Villa Cerro Castillo fahren, einem kleinen Dorf am Fuße des Berges, das als Basislager für Erkundungen der Gegend dient.

Von Villa Cerro Castillo aus kannst du diese Wanderung an einem Tag machen, wenn du gut zu Fuß bist. Die Route führt durch unberührte Wälder und überwindet schroffe Geländeabschnitte, bevor sie eine unvergleichliche Aussicht auf den Cerro Castillo selbst und das weite Tal darunter freigibt. Die Gesamtdauer der Wanderung beträgt etwa 7 bis 9 Stunden für den Hin- und Rückweg.

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12. Puerto Aguirre

Dieses abgelegene Inseldorf liegt in der zerklüfteten Inselwelt der Region de Aysén. Genauer gesagt im Chonos Archipel. Etwa 1.500 Menschen, deren Haupteinnahmequelle die Fischerei ist, leben heute in dem kleinen malerischen Ort.

Bei einem Spaziergang durch die pittoresken Gässchen der Stadt mit ihren bunten Holzhäusern präsentiert sich der ganz besondere Charme von Porto Aguirre. Die Kinder des Ortes bieten sich fremden Besuchern jederzeit gern als Fremdenführer an. Mache auf jeden Fall einen Abstecher zum Aussichtspunkt von Porto Aguirre – von hier bietet sich ein atemberaubendes Panorama über die wunderschöne grüne Landschaft und umliegende Inselwelt.

Das kleine Dorf ist auch ein idealer Ausgangspunkt um den nahe gelegenen Kanal Moraleda zu überqueren und die dahinter gelegenen Fjord-Landschaft zu erkunden. Rund um die Insel kannst du übrigens Schwertwale, Seelöwen, Delphine und natürlich Pinguine beobachten.

Nach Puerto Aguirre kommst du nur mit der Fähre von Puerto Chacabuco. (Tickets bei Navier Austral | Die Fähre fährt im Sommer jeden Mo, Mi & Fr. | 6.100 CLP = 8,50 €)

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13. Puyuhuapi

Dieses kleine Dorf inmitten der chilenischen Fjordwelt entlang der Carretera Austral ist der perfekte Ort für den Seelenfrieden. Überschaubar, ruhig, gelassen, ohne viele Menschen und Verkehr, dafür mit vielen weitläufigen Farmen, bunten Fischerbooten und heißen Thermen, die zum Entspannen einladen.

Hier lassen sich problemlos einige Tage verbringen, die du mit Wanderungen füllen kannst. Puyuhuapi ist außerdem der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in den nahegelegenen Parque Queulat.

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14. Mirador de los Cóndores

Dieser Aussichtspunkt über der argentinischen Stadt El Chaltén ist der perfekte Spot für einen Sonnenaufgang am ehrfürchtigen Berg Fitz Roy, einem Mekka für Extrembergsteiger und einem der Wahrzeichen von Patagonien. Vom Besucherzentrum des Nationalparks Los Glaciares am Eingang der Stadt sind es nur 15 Minuten Fußweg bis zum natürlichen Balkon des Mirador de los Cóndores.

Vergiss die Stirn- oder Taschenlampe nicht und starte frühmorgens, um zu sehen, wie die aufgehende Sonne den Fitz Roy in ein rötliches Licht taucht. Ein magischer Moment.

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15. Puerto Williams

Die am Beagle Kanal und an der Nordküste der Insel Navario liegende chilenische Stadt Puerto Williams zählt etwa 2.300 Einwohner und gilt zugleich als die südlichste Stadt der Welt.

Beliebter Anlaufpunkt in dem kleinen Ort ist die Primera Casa, das erste Haus in Puerto Williams (Früher eine Radiostation). Ebenfalls sehenswert ist das Museo Martin Gusinde, wo du viel über die Geschichte und der Ursprung der Yamana Indianer erfährst. Der Aussichtspunkt Cerro Bandera, ein Besuch des Yachthafens und der mit norwegischen Einflüssen gebauten Kirche Nuestra Señora del Carmen (spitzwinkliges Dach)  sollten bei einer Reise nach Puerto Williams keinesfalls fehlen.

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16. Cueva de las Manos

Diese patagonische Höhle (sie gehört zum Unesco Weltkulturerbe) gibt Archäologen aufgrund ihrer mysteriösen Handzeichnungen bis heute Rätsel auf. Es sind Darstellungen von Händen in negativer Form, es wurde also der Umriss der Hand durch Übermalen in roter Farbe dargestellt. Höhlenzeichnungen in dieser Form sind bis heute so nur in der Cueva de las Manos bekannt. Die weiteren Zeichnungen in der Höhle bestehen vor allem aus Jagdszenen, in denen Guanakos und Menschen dargestellt sind.

Die Höhle befindet sich im Süden Patagoniens, 100 Kilometer südlich der argentinischen Stadt Perito Moreno. Touren werden angeboten von Estancia Cueva de las Manos (Kosten 130 ARS). Normalerweise werden die Höhlenmalereien einfach mit den Fahrzeug besucht. Es gibt aber auch eine schöne Wanderung durch das Tal des Rio de las Pinturas bis zur archäologischen Stätte. Der Startpunkt ist die Estancia der Cueva de los manos.

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17. Parque Nacional Los Alerces

Der Los Alerces Nationalpark – benannt nach der patagonischen Zypresse wurde bereits 1937 zum Schutz dieser Baumart ins Leben gerufen. Dieser wächst zwar sehr langsam, kann aber über 50 Meter hoch und steinalt werden. Ein Exemplar wird auf über 3600 Jahre geschätzt. Damit zählen sie zu den ältesten Bäumen der Erde. Doch der Park bietet neben einer großen Menge floraler Riesen auch atemberaubende Seenlandschaften.

Vor allem der See Lago Futalaufquen ist ein Sinnbild patagonischer Schönheit. Hier kannst du ab der kleinen Anlegestelle Puerto Limonao den See auf einer Bootstour erkunden. Auf der Ganztagestour rund um den See passierst du den Fluß Rio Arrayanes sowie die Seen Lago Verde und Menéndez. Eine Hiking Tour zum Lago Cisne und dem Hügel Cerro Torrecillas mit tollem Blick auf mehrere Gletscher ist in der Tour inbegriffen.

Wer den Park auf eigene Faust erwandern möchte, dem stehen am  Besucherzentrum  Wanderkarten über die zahlreichen Trails zur Verfügung. 40 Minuten vom Eingang entfernt  kannst du z.B. uralte Höhlenmalereien besichtigen.

Zum Los Alerces Nationalpark gelangst du vom Busterminal des Ortes Esquel mit „Transportes Esquel“ (Fahrt 60 ARS = 3,60) Der Eintritt in den Park kostet ebenfalls 60 ARS. Für Campingfreunde stehen rund um den See mehrere Campingplätze zur Auswahl.

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18. Patagonia Nationalpark

Der Parque Nacional Patagonia (Nationalpark Patagonien) ist einer der schönsten Nationalparks entlang der Carretera Austral, wenn nicht sogar in ganz Patagonien. Du könntest Wochen damit verbringen, durch die Berge zu wandern und die Seen des Parks zu bewundern, von denen viele blauer als der Himmel sind.

Wie in den meisten Nationalparks Patagoniens ist das Wandern der größte Anziehungspunkt. Es gibt eine Vielzahl von ein- und mehrtägigen Wanderungen, die eine abwechslungsreiche Landschaft bieten. Hier sind drei Wanderungen, die du in diesem Nationalpark unternehmen kannst:

  • Laguna Altavista Trail: Dieser leichte bis moderate Wanderweg führt zu einem malerischen Aussichtspunkt mit Blick auf die Laguna Altavista. Die mittelschwere Rundwanderung dauert etwa 3 Stunden.
  • Aviles Trail: Für diejenigen, die eine Herausforderung suchen, bietet der Aviles Trail eine mehrtägige Wanderung, die tiefer in die Wildnis des Parks führt. Wanderer werden mit unvergleichlichen Aussichten auf die patagonische Steppe und die Möglichkeit, die lokale Tierwelt in Form von Guanakos, Pumas, Füchsen oder Andenhirschen zu beobachten, belohnt.
  • Lago Jeinimeni: Eine weitere beliebte Wanderung führt zum See Lago Jeinimeni, einem abgelegenen, kristallklaren See, umgeben von dramatischen Bergen. Diese Tour kann in einem langen Tagesausflug oder als Teil einer mehrtägigen Wanderung unternommen werden und bietet Einblicke in die geologische Vielfalt des Parks.

Der Patagonien-Nationalpark liegt etwa 320 Kilometer südlich von Coyhaique an der Carretera Austral. 18 Kilometer vor der Stadt Cochrane kommst du an eine Kreuzung, die dich zum Baker-Eingang führt. Biege links ab und folge der Straße 11 Kilometer nach Osten, bis du zu den Parkbüros kommst.

Wenn du den Tamango-Sektor besuchen möchtest, fahre nach Cochrane. Von der Plaza de Armas (dem Stadtplatz von Cochrane) fährst du 5 Kilometer Meilen nach Nordwesten.

Um den Jeinimeni-Sektor zu erreichen, fährst du in Richtung Chile Chico. Von dort aus fährst du auf der Route X-753 (dieselbe Straße, die zum Flugplatz führt) etwa 60 Kilometer bis zum Lago Jeinimeni.

Es gibt verschiedene öffentliche Verkehrsmittel, die täglich von Coyhaique nach Cochrane fahren (Buses Don Carlos, Águilas Patagónicas, Sao Pablo). Es gibt auch Strecken von Coyhaique oder Cochrane nach Chile Chico (Buses Aldea). Mehr Informationen zu den Fahrplänen findest du direkt im Busterminal in Coyhaique.

Der Eintritt in den Park kostet 11.000 CLP (ca. 11 Euro) und die Tickets sollten vorab gekauft werden. Weitere interessante Informationen zum Park findet du auf der offiziellen Website.

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19. Futaleufú

Futaleufú, ein kleines Dorf im Norden Patagoniens an der Grenze zu Argentinien, ist eingebettet in die majestätischen Anden, umgeben von türkisfarbenen Gewässern und dichten Wäldern. Hier fließt der gleichnamige Fluss Futaleufú, bekannt als einer der besten Wildwasserflüsse der Welt, dessen kräftige Strömungen Kanu-, Kajak- und Rafting-Enthusiasten und Abenteuersuchende aus allen Teilen der Erde anziehen. Gleich 47 Weltklasse-Stromschnellen – mit Namen wie Inferno, Fegefeuer und Tanz der Engel warten auf die Adrenalinjunkies.

Doch Futaleufú ist mehr als nur ein Mekka für Extremsportler. Es ist ein Ort der Stille und der tiefen Verbindung mit der Natur. Wer sich nicht ins Wasser traut, kann Wanderungen unternehmen oder einfach die Seele baumeln lassen in diesem entspannten Umfeld.

  • Futaleufú liegt nahe der argentinischen Grenze und kann mit dem Bus von Esquel (zwei Stunden) in Argentinien erreicht werden.
  • Von Chile aus ist es eine 3,5-stündige Fahrt von Chaitén aus in Richtung Osten. Tägliche Busse verbinden dich mit der Carretera Austral und den Städten im Süden.
  • Wildwasser-Rafting kostet ab 80.000 CLP (etwa 80 Euro) und ich empfehle den lokalen Anbieter Patagonia Elements, der über solide Sicherheitsmaßnahmen und hervorragende Guides verfügt.

20. Nationalpark Laguna San Rafael

In diesem beeindruckenden und abgelegenen Nationalpark inmitten des chilenischen Campo de Hielo Norte (Südpatagonisches Eisfeld) können Besucher den 30.000 Jahre alten San Valentín-Gletscher hautnah erleben.

Der Park umfasst torfige Feuchtgebiete, unberührten gemäßigten Regenwald mit Südbuchen sowie den 4058 m hohen Monte San Valentín, den höchsten Berg der südlichen Anden.

Der Nationalpark Laguna San Rafael spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der empfindlichen Ökosysteme und der Biodiversität Patagoniens. Er dient als wichtiges Forschungsgebiet für Wissenschaftler, die die Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscher und die umliegenden Ökosysteme untersuchen. Der Rückgang des Gletschers in den letzten Jahrzehnten unterstreicht die Dringlichkeit von Naturschutzmaßnahmen und nachhaltigem Tourismus in dieser Region.

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21. Marmorhöhlen im Lago General Carrera

Das Schönste kommt bekanntlich zum Schluß. Die Marmorhöhlen im Lago General Carrera nahe des chilenischen Ortes Puerto Tranquilo sind weltweit absolut einzigartig. Dieses surreale Naturschauspiel ist die Hauptattraktion der gesamten Region und eine einmalige Erfahrung hier im Süden von Patagonien.

Sie tragen Namen wie „die Marmorkapelle“ und „die Marmorkathedrale“. Am Ufer des Sees stehen zahlreiche Boote bereit, die dich zu den Höhlen inmitten des Sees fahren.

Möchtest du die Marmorhöhlen aus eigener Kraft erreichen, miete dir ein Kajak. Die beste Tageszeit zur Besichtigung dieses Naturwunders ist spätnachmittags, wenn das Licht in die Höhlen dringt und das Wasser leuchtend türkis scheint.

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Hast du jetzt Lust bekommen, in den Flieger zu steigen und Patagonien zu erkunden? Oder du warst bereits dort und hast noch mehr interessante Orte, die man sehen sollte? Dann hinterlasse doch einen Kommentar.

Daniel Tischer
Daniel Tischer

Seit über 15 Jahren bereise ich Lateinamerika und schreibe über meine Erfahrungen. Chile, Argentinien und Peru sind meine Spezialgebiete. Auf Southtraveler teile ich meine besten Tipps für deine Reise nach Südamerika.

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